Wir erinnern uns: Nicht die Tatsachen sind für uns ma�gebend, sondern was wir in den Dingen sehen! Hier der Beweis:  Was finden Sie beispielsweise toll daran, auf einem Fischmarkt zu arbeiten? 

Objektiv betrachtet: gar nichts.  Die Umgebung stinkt. Jeden Abend stinken die ganze Kleidung und der Körper nach Fisch. Nach einiger Zeit stinkt wahrscheinlich auch der ganze Haushalt nach Fisch. Die Leute erkennen einen schon von weitem und vermeiden es, einem die Hand zu geben, denn »der stinkt ja nach Fisch!« 

Noch dazu: Im Winter ist es saukalt, denn es gibt keine Heizung. Ständiger Lärm führt zu einer �berbeanspruchung der Ohren. Hektik und Stress vergällen einem die Lebensfreude. Harte manuelle Arbeit zerstört langfristig die körperliche Gesundheit. Und zusätzlich ist dieser Job auf der sozialen Skala ganz unten angesiedelt. Bestenfalls also ein Aushilfsjob ohne Perspektiven. Und schlecht bezahlt ist er auch noch. Aber das Schlimmste sind die Arbeitszeiten: täglich um fünf Uhr früh aufstehen und bis sechs Uhr abends arbeiten. 

Was für ein Leben!  Tagein, tagaus â?? jeden Tag das glitschige Zeug in den Händen. Was für ein Trott! Ich bemitleide sämtliche Fischverkäufer auf dieser Welt. 

Die Ausnahme  

Aber halt â?? doch nicht alle! Es gibt einen Fischmarkt, der sich aus diesem Hamsterrad befreien konnte. Der einen entscheidenden Schritt zusätzlich machte und der all diese negativen Dinge überwand, um auf »die andere Seite der Medaille« zu kommen. 

Das Ergebnis: Plötzlich ist es dort »schick«, auf einem Fischmarkt zu arbeiten. Plötzlich ist man nicht mehr auf der unteren sozialen Rangskala. Plötzlich gehört man zu einem weltberühmten Unternehmen. Plötzlich machen der Alltag, die Arbeit und sogar der ganze Trott Spa�. 

Könnte das interessant werden? Sicherlich. Aber dagegen haben wir ja unsere bewährten Glaubenssätze: Das geht bei uns sowieso nicht! Denn dieser weltberühmte Fischmarkt ist in Amerika und da ist ja bekanntlich »alles anders«. 

Aber halt! Ist dort wirklich alles anders? 

Was bitte unterscheidet denn einen Fischmarkt in Seattle von einem in Paris, Rom, Hamburg, Wien, Tokio oder anderswo? Auf allen Fischmärkten der Welt wird doch Fisch verkauft â?? oder etwa nicht? 

Aber das betrifft uns ja nicht. Denn wir verkaufen ja keinen Fisch, sondern etwas anderes. Also, was hat das mit uns zu tun? Wirklich nichts? 

Wenn wir es nicht sehen wollen: gar nichts. 

Wenn Sie aber ein Top-Verkäufer werden und erfolgreich und lebensfroh durchs Leben gehen wollen, dann hat das eine ganze Menge miteinander zu tun. 

Denn es liegt an Ihnen, für welche Seite der Medaille Sie sich entscheiden. Das gilt übrigens für den Beruf ebenso wie für die Beziehung, den Alltag und auch für das Familienleben. 

So einfach ist das â?? wenn man will. 

Doch Sie müssen dazu erst einen zusätzlichen Schritt machen: Sie müssen die Dinge bewusst von der positiven Seite sehen. 

Und es ist ja so bequem, einfach »dagegen« zu sein: Man muss nichts lernen und man ist niemals an etwas schuld. Immer sind es »die Umstände« oder »der Zufall« oder »das Glück« oder gleich »das Schicksal«. Und dagegen anzugehen, das wäre doch vermessen â?? oder? 

Negativ- und Positiv-Denker 

Der Negativ-Denker hat 80 % negative Gedanken und 20 % positive. Der Positiv-Denker ist da schon ausgeglichener und hat 50 % positive und 50 % negative Gedanken. 

Aber wie gesagt: Wir selbst bestimmen, ob wir negative oder positive Gedanken festhalten wollen. Jeder von uns kann seine Einstellung wählen â?? jedes Mal wieder aufs Neue! 

Wähle deine Einstellung in dieser dualen Welt, und versuche die Dinge so zu betrachten, dass sie dir Freude bereiten. 

Nun könnte es ja wirklich einmal passieren, dass einem Menschen immer nur Negatives widerfährt. Was soll man da machen? 

Auch hier gilt: Wie wir die Dinge sehen, entscheiden wir selbst in unserem Kopf! Wer also eine derartige Anziehung für negative Dinge entwickelt, sollte sich überlegen, ob das nicht etwas mit ihm selbst und mit seiner Denkweise zu tun hat. Denn wir ziehen immer das an, was zu uns und unserer augenblicklichen Stimmung passt. 

Deshalb sollte dieser Mensch damit anfangen, sich selbst und seine Gedanken und Glaubenssätze zu überprüfen, ob sich nicht hier der Grund für diese negativen Erlebnisse findet. 

Ausreden sind einfach  

Viel leichter und einfacher ist es natürlich, den anderen die Schuld zu geben. Im Ausreden sind wir alle Weltmeister. Blo� nicht die Verantwortung für uns selbst übernehmen, für unser Leben und für unsere Einstellung! 

Dann werden wir immer genügend Probleme haben. Wir werden uns immer über genügend »Ungerechtigkeiten« und »Zumutungen« beschweren können, der Gesprächsstoff wird uns nie ausgehen. 

Aus dem Hamsterrad seiner Glaubenssätze zu entfliehen, ist sicherlich nicht ganz einfach, denn wir werden ja täglich in unserer Einstellung und unseren Glaubenssätzen bestätigt. Doch es gibt sehr wohl eine Möglichkeit, aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Und die werde ich Ihnen vorstellen. 

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