Jedes Ding hat zwei Seiten, eine negative und eine positive.  Entscheidend ist die Art der Betrachtung. Ich rede hier nicht vom »positiven Denken«, sondern einfach darüber, wie wir die Dinge sehen â?? oder besser: darüber, wie wir die Dinge sehen wollen.
 Denn nur darauf kommt es an: was wir uns dabei denken, wenn wir etwas sehen. Sie glauben das nicht? Nehmen wir ein Beispiel:
 

Zwei Menschen sehen eine Rose. Für den einen ist sie einfach etwas Schönes, sie bereichert mit ihren prachtvollen Farben unser Leben. Aber für den anderen ist sie nur etwas, vor dem er sich besser hüten sollte, denn sonst verletzt er sich an den Dornen.
 Kein Zweifel, »rein logisch« ist beides richtig: Rosen haben nun einmal Dornen und sie sind ein schöner Anblick. Aber wie verschieden ist die Bedeutung dieser Rose für unsere beiden! Für den einen Grund zur Freude, für den anderen Ursache für neue Angst.
 

Und wenn man schon bei so einfachen Dingen wie einer Rose  völlig verschiedener Ansicht sein kann â?? um wie viel gröÃ?er werden die Unterschiede  bei so »unwägbaren« Dingen wie Ihrer beruflichen Situation sein!
 Auch hier kann ich mich über einen Vorgesetzten ärgern und über vieles aufregen, was er tut oder sagt. Oder ich kann auch seine positiven Eigenschaften erkennen und mich um ein konstruktives Verhältnis bemühen. Das gilt natürlich auch umgekehrt für ihn â?? aber das »geht mich nichts an«, denn darauf habe ich keinerlei Einfluss. Aber wie ich selbst die Dinge sehe, das kann ich sehr wohl beeinflussen. Deshalb macht es Sinn, mich damit zu beschäftigen: Hier kann ich etwas verändern!
 

Und so ist es mit vielen Dingen. Ich kann mich beispielsweise ständig über den »ach so schlimmen« Wettbewerb und über »die bösen Kunden« ärgern. Ich kann mich bei allen Kollegen und vielleicht auch noch bei meinen Bekannten immer wieder darüber beschweren â?? und was bringt es mir? Das Einzige, was ich hier gewinnen kann: den Ruf, ich käme mit meinem Beruf nicht so ganz zurecht â?? das perfekte Image eines Versagers! Worüber ich mich auch immer aufrege: Es wird dadurch keine konstruktive Lösung herauskommen. Darum geht es aber.
 

Die Alternative

Ich kann aber auch etwas anderes tun: Ich kann durch au�ergewöhnliche Ma�nahmen meinen Mitbewerbern einen Schritt voraus sein. Dann werde ich auch die »Schwierigkeiten« gelassener (und realistischer) sehen. Ich werde meine Kunden nicht mehr als »Gegner« wahrnehmen, die ich »besiegen« muss, sondern als Partner, denen ich etwas erzählen kann, das ihnen weiterhilft. Und dadurch werde ich ganz von selbst ein gutes Verhältnis zu meinen Kunden aufbauen.
 

Nun werden Sie mit Recht fragen: »Wie geht denn das? Das kann doch nicht so einfach sein!«
 Doch, es ist so einfach â?? genauer: Es ist ein Trick. Der Trick ist, die Dinge anders zu sehen: nicht als »unüberwindliche« Probleme, sondern als etwas, das uns zwar fordert, das wir aber mit ein wenig Anstrengung locker schaffen.
 

Das ist der ganze Trick â?? und zugleich auch die gröÃ?te Schwierigkeit. Denn hier steht uns selbst vielfach einiges im Wege: unsere Glaubenssätze.
 

Die Glaubenssätze

Jeder Mensch trägt in seinem Inneren einige dieser Glaubenssätze: feste und unumstö�liche Aussagen (meist negativ gefärbt und über sich selbst), die durch absolut nichts begründet sind, von deren Richtigkeit dieser Mensch aber felsenfest überzeugt ist:
 

Ich werde nie im Leben viel Geld haben
Ich habe eben nie Glück bei den Frauen (Männern)
Usw.
 Und das scheint zunächst verrückt: Weshalb soll man sich selbst abwerten? Warum soll sich jemand einreden, er werde irgendetwas »ganz sicher« niemals können? Warum sollte jemand so etwas tun?
 

Der Grund ist die Angst davor, zu versagen. Denn so ist auch das Versagen eine Art »Erfolg«. Man kann dann darauf verweisen: »Seht ihr, ich habe es euch ja gleich gesagt!«. Man ist damit nicht der »Versager«, sondern der »Einsich­tige«, der das Scheitern ja bereits vorausgesehen hat â?? man steht dadurch einfach »besser« da!
 Und hat man es wider Erwarten doch einmal geschafft, so wird der eigene Anteil an dieser Leistung schnellstens »weggeredet«. Es war »nur ein wenig Glück« oder »blo� Zufall«. Auf gar keinen Fall war die eigene Leistung oder das eigene Können dabei im Spiel!
 

80 % der Menschen sehen Herausforderungen nicht als Chance, sondern als gewaltige Bedrohung, die unmöglich zu schaffen ist.
  Wir erinnern uns an das Beispiel mit der Rose: Auch diese »Herausforderung« sieht dieser Mensch nur als gewaltiges Bündel von Dornen, dem er nun mit blo�en Händen entgegentreten soll. Er ist sicher: Hier kann er nichts gewinnen, er wird blo� beim Versuch verletzt.
 

Das Bild im Kopf

Der einzige Ausweg aus dieser Misere ist, das Bild im Kopf zu verändern. Sobald der Mensch eine Herausforderung als etwas sieht, das er bewältigen kann, ist es auch schon aus mit der Angst. Deshalb ist es einerseits »ganz einfach« und andererseits so schwer, diese Bilder im Kopf zu verändern.
 

Die Schwierigkeit: Es sind nicht nur Gedanken, es sind eben Glaubenssätze (engl. Fachausdruck: Beliefs) â?? feste Ã?ber­zeu­gungen, an denen wir oft stark hängen und die für uns ebenso Teil unseres Lebens sind wie unsere Freunde und unsere Familienmitglieder. Und wir trennen uns in der Regel auch nur sehr schwer von ihnen. Vielfach beginnen wir sogar mit dem Gesprächspartner zu streiten, wenn zufällig einer dieser Glaubenssätze angegriffen wird.
 Mit einem Wort: Unerwünschte Glaubenssätze loszuwerden, ist nicht gerade einfach.
 

Dabei trägt jeder Mensch eine ganze Reihe solcher Glaubenssätze mit sich herum und einige davon behindern uns in unserem Leben, sie schränken unser Leben ein und schlie�en uns von manchen Dingen aus. Und wir sind dabei noch überzeugt, dass es damit seine Richtigkeit hat.
  Allerdings: Die meisten dieser Glaubenssätze haben sich gebildet, als wir Kinder waren. Und einige davon sind für Erwachsene nicht gerade ideal. Grund genug also, den einen oder anderen Glaubenssatz loszuwerden.
 

Rat und Hilfe

Eine der Methoden, die dabei hilfreich sind, ist NLP (Abkürzung für »neurolinguistisches Programmieren«). Mit dieser Methode kann ein Fachmann gezielt ein bestimmtes Bild in unserem Kopf durch ein anderes ersetzen, z. B. das Bild von dem gewaltigen Dornengestrüpp (Gefahr!) durch ein Bild, in dem wir gerade für unsere Leistung gefeiert werden (Erfolg!).
 

Die Methode dafür lautet Swish. Dabei wird ein bestehendes Bild in einen neuen Rahmen gesetzt und durch mehrmaliges Wiederholen in einen neuen, schöneren umgewandelt.
  Aber auch durch Mentaltraining können Sie alte Glaubenssätze (Bilder im Kopf) zerstören und durch neue ersetzen.
 Oder Sie verwenden bereits die beschriebene Methode des Abschieds.

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